5 Tipps für Nähanfänger

Garn 5 Tipps für Nähanfänger made by Oni

Nähen ist ein wunderbares Hobby für jung und alt. Ich selber habe erst vor 1 1/2 Jahren damit angefangen und irgendwie gehört es seit dem ersten Tag dazu. So, als ob es nie nicht dazu gehört hätte. Nur leider ist Nähen kein Hobby bei dem man nur 1-2 Dinge braucht und loslegen kann. Einiges an Material, Nerven und Zeit ist notwendig, wenn man das erste Mal an die Maschine geht. Aus meinen Erfahrungen heraus schreibe ich euch heute 5 Tipps für Nähanfänger auf, damit euch der Start ein wenig leichter fällt, wenn ihr eben erst angefangen habt.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr euch bereits eine Maschine gekauft oder geliehen habt. Also steht „Nähmaschine“ beim Material nicht auf der Einkaufsliste.

5 Tipps für Nähanfänger made by Oni Scheren

Ich möchte hier kurz erwähnen, dass ich kein Profi bin. Das Nähen habe ich mir selber mit Youtube beigebracht und deshalb kann ich nur aus meiner eigenen Erfahrungskiste schöpfen. Nehmt es mir nicht krumm, falls ich das Eine oder Andere vergessen sollte. Meine persönliche Erfahrung ist es, die ich euch in diesem Beitrag „5 Tipps für Nähanfänger“ weitergeben will.

Los geht’s

5 Tipps für Nähanfänger

1. Das Material

Um starten zu können benötigt ihr einige Dinge, die ihr euch vorher anschaffen solltet.

  • eine gute (!) Stoffschere
  • Stecknadeln oder Klammern
  • Schneiderkreide oder *Trickmarker
  • Maßband und Lineal
  • Nahttrenner (sehr wichtig)
  • gutes (!) Garn (ich nutze das *Toldi von Gütermann)

Ich neige zum Sparen, aber lasst euch gesagt sein: wer billig kauft, kauft zweimal. Beim Nähen ist das soooo wahr. Anfangs hatte ich aus dem 1€ Laden eine buckelige Schere und schlechtes Garn (aber dafür 24 fancy Farben 🙂 ). Schon beim Einfädeln merkte ich, dass da irgendwas nicht so stimmt wie es sollte. Es ließ sich nicht gut einfädeln und beim Durchziehen unten an der Nadel ging das so schwer, dass sich die Nadel gebogen hat: FAIL! Bei der Schere verhielt es sich ähnlich. Die vermeintliche „Stoffschere“ ist mittlerweile meine Papierschere, denn eins was sie absolut nicht kann ist: Stoff schneiden! Ich habe immer noch keine high-End Schere, aber eine die gut schneidet und das erleichtert mir das Leben ungemein. Ob ihr Stecknadeln oder *Stoffklammern nehmt ist euch überlassen. Zum Abmessen und Anzeichnen braucht ihr *Lineal, Maßband und *Schneiderkreide. Und das absolute MUST HAVE am Anfang: *Der Nahttrenner

5 Tipps für Nähanfänger Material made by Oni

2. Die richtige Wahl des Stoffes

Die Welt der Stoffe ist unendlich gefüllt mit Vielfalt und Schönheit und am liebsten würde man am Anfang ALLES vernähen, was man so in die Finger bekommt. Ja so ging es mir auch! Ich habe die Restekisten geplündert, als ob es keinen Morgen gäbe und was hatte ich davon? Viel Stoff den ich noch gar nicht vernähen konnte, weil er entweder flutschig oder dehnbar war. Ganz toll Oni!

Lasst euch gesagt sein, dass ihr anfangs bitte nur einfache Baumwollwebware verwenden solltet. Lasst erst mal die Finger von Jersey und anderer Maschenware, glaubt mir! Schaut, dass der Stoff nicht zu stark ausfranst, denn versäubern ist am Anfang genauso schwer, wie eine gerade Naht nähen. Mein Tipp ist definitiv: Baumwollwebware. Ganz einfach, ganz schlicht aber dankbar und zuvorkommend in der Verarbeitung! 🙂

Wenn ihr nun Stoff gefunden habt geht es weiter…

3. Die richtige Wahl des Projekts

Gleich einen Blazer? Oder gar eine Hose? Oder lieber doch eine neue Umhängetasche mit X Fächern? Nein, wenn ihr auch am Anfang schon Freude haben wollt, stapelt tief. Fangt einfach und kleiner an. Klassiker für den Anfang sind: Kissenhüllen mit Hotelverschluss, Kosmetiktaschen, Handyhüllen, Utensilos. Einige davon findet ihr auch hier auf meinem Blog. Klar, jeder kann machen was er will, aber mein Tipp ist wirklich anfangs nicht gleich Kleidung zu nähen. Nehmt euch nichts Kompliziertes vor, was euren Frustfaktor gleich auf Stufe 9 bringt.

Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Youtube ist ein wahrer Segen, wenn man Hilfe benötigt. Ich habe anfangs stundelang Videos geschaut und versucht mir die Begriffe einzuprägen, damit ich auch wusste wovon die netten Damen da sprachen. Mit Hilfe eines Youtube Viedeos kann man Schritt für Schritt mitmachen und wenn’s zu schnell geht, einfach auf Pause drücken. Schaut mal bei Anna von einfach nähen vorbei. Sie hat Hunderte tolle Videos mit allem was das Herz begehrt. Bei DIY Eule und delari findet ihr tolle anfängertaugliche Projekte, genau wie bei Prym auf dem Kanal.

Auf meinem Instagram Account findet ihr auch allerlei Projekte für den Anfang. Ihr müsst nur ein wenig runterscrollen 😉

4. Saubere Verarbeitung

Auch, wenn anfangs nicht alles so läuft wie ihr wollt, achtet bitte auf eine saubere Verarbeitung. Ja, das ist schwer aber ich verspreche euch, dass die Projekte um einiges besser aussehen, als wenn ihr „schnudelt“. Bügeln heißt das Zauberwort. Und zwar immer wieder. Wenn die Stoffe glatt liegen, Kanten und Nahtzugaben schön in Form gebügelt sind, fällt es leichter den nächsten Schritt sauber zu nähen. Schneidet immer direkt nach dem Nähen die runterhängenden Fäden ab. Auch das sieht sauberer aus. Umso sauberer ihr näht, umso besser wird das Ergebnis. Auch am Anfang, glaubt mir!

5. Fehler akzeptieren um zu lernen

Fehler passieren, immer wieder. Ob man nun schon eine Weile näht oder eben erst die erste Naht hinter sich hat. Seid lieb zu euch, seid nicht zu verbissen und zu verkrampft. Nähen benötigt Übung und viele Wiederholungen. Schmeißt nicht nach dem ersten Misserfolg alles hin, sondern erfreut euch lieber an dem Täschchen oder dem Kissenbezug den ihr selber hergestellt habt. Können kommt von alleine. Und wenn ihr denkt: „das sieht doch jeder“ so lasst euch sagen: Nein, das sieht außer euch (fast) niemand. Lasst also Fehler zu, um euch weiter zu entwickeln und um zu Lernen. Beim nächsten Mal passiert euch dieser Fehler nicht wieder (ausgenommen ist das Vergessen der Wendeöffnung 🙂 )

So, ich hoffe ich konnte euch mit meinen 5 Tipps für Nähanfänger den Anfang ein wenig leichter machen. Nähen ist so wunderbar, gebt nicht auf, bleibt dran und erschafft mit euren Händen etwas Wunderbares.


Habt ihr Fragen oder Anregungen, dann schreibt mir gerne eine Mail oder hinterlasst mir einen Kommentar. Gefällt euch die Kategorie „Nähtipps“? Schreibt es mir!

Ich freue mich, von euch zu hören und beantworte eure Nachrichten immer so schnell ich kann.

Viele liebe Grüße und bleibt kreativ

Bis bald

Eure Marion

Schaut euch auch meine anderen Sachen bei Instagram an und folgt @made_by_oni


(unbezahlte und unbeauftragte Werbung wegen Markennennung/Verlinkung. Einige Links sind Affiliate Links, die durch ein „*“ deutlich gekennzeichnet sind. Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt bekomme ich eine kleine Provision, für euch änder sich am Preis nichts. Alle Materialien habe ich allerdings selber gekauft und bezahlt)

2 Kommentare zu „5 Tipps für Nähanfänger“

  1. Hey sehr schön geschrieben. So ähnlich warn auch meine Erfahrungen am Anfang. Mittlerweile lege ich auch noch besonders Wert auf die richtige Nähmaschinennadeln. Die machen sooo einen Unterschied. Toller Blog und ich mag dein Insta Profil. LG Kerstin

    1. Hallo Kerstin, vielen lieben Dank für dein liebes Feedback. Ja, Nadeln machen auch einen riesen Unterschied aus. Es sind so einige kleine Stellschrauben die dafür sorgen, dass man ein schöneres Ergebnis bekommt. Ich lerne noch jedes Mal was dazu, wenn ich an die Maschine gehe 🙂 Hab einen schönen Tag!! Gruß Marion

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